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Helgoland ist ganz sicher eine besondere Insel - heute wie gestern. Helgoland war Piratennest, Schmugglerhochburg und Bombenziel. Der 61 Meter hohe Buntsandsteinfelsen wurde 1714 Dänisch, 1807 Britisch und am 1. Juli 1890 vom kaiserlichen Deutschen Reich in dem deutsch-britischen “Vertrag über Kolonien und Helgoland” gegen deutsche Einflußsphären in Ostafrika getauscht. Helgoland wurde jedoch nicht, wie vielfach zu hören, gegen die Insel Sansibar getauscht. 57 Jahre später, 1947, versuchten englische Bomber die Hochsee-Insel von den Seekarten zu sprengen, 1952 wurde ein Krater übersätes Helgoland an die junge Bundesrepublik zurückgegeben. Die Heimat vertriebenen Insulaner durften zurückkehren und mit dem Wiederaufbau beginnen. Helgoland ist verbunden mit großen Namen. Die Schriftsteller Franz Kafka und Heinrich Heine besuchten die Insel, der Kinderbuchautor James Krüss ist gebürtiger Helgoländer. Auf dieser einsamen Insel entstand die deutsche Nationalhymne. Heinrich Hoffmann von Fallersleben schrieb hier 1841 das “Lied der Deutschen”, dessen dritte Strophe zur Nationalhymne wurde. Die Büste des Dichters steht am Helgoländer Hafen. Bekannter dürfte allerdings die Helgoländer Flaniermeile sein. Sie führt an den bunten Hummerbuden entlang, von denen zwei zum Helgoländer Standesamt umgewidmet wurden.
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